Neonazi-Attacke auf Spieler und Fans des Roten Stern Leipzig in Brandis
Bewaffneter Angriff fordert mehrere Schwerverletzte / Gastgeber und Polizei können Sicherheit nicht gewährleisten
Etwa 50 schwarz bekleidete und teilweise vermummte Neonazis haben am Samstag in Brandis Spieler und Fans des Roten Stern Leipzig angegriffen. Mehrere Fans mussten mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert werden. Augenzeugenberichten zufolge soll es sich bei den Angreifern unter anderem um Personen aus dem Umfeld von „Fighting Fellas“ sowie um bekannte Neonazis aus Machern gehandelt haben.
Brutaler Neonazi-Überfall nach Fußballspiel der BSG Chemie Leipzig fordert Schwerverletzten
Militante Neonazis haben am Sonntag Fußball-Fans der BSG Chemie Leipzig überfallen. Die Angreifer um NPD-Stadtratskandidat Enrico Böhm waren bewaffnet und gingen äußerst brutal vor. Ein Anhänger der BSG Chemie musste schwerverletzt ins Krankenhaus eingeliefert und notoperiert werden.
Ganz schön unFARE!
Im Rahmen unseres aktuellen Projektes (expose.blogsport.de) haben wir folgende Stellungnahme veröffentlicht!
Stellungnahme der ag.doc zur Einstellung der Zusammenarbeit mit FARE
Dieses Jahr fand in Lviv (Ukraine) ein antirassistisches Fußballturnier statt. Die teilnehmenden und interessierten Gruppen und Projekte wurden bei Kosten für Anreise etc. durch die Gelder von FARE unterstützt, auch das Turnier selbst wurde von den FARE-Geldern mitfinanziert. Bereits während des gesamten Turniers standen Fans von Karpaty Lviv als Ordner in rechtsradikalen T-Shirts auf dem Gelände. FARE verteidigte den Vorfall, dass der rechte Lifestyle wohl in der West Ukraine modern sei und man hier keine „Deutschen Antifamaßstäbe“ ansetzen könne. (mehr…)
Wiederholt politisch motivierte Gewalt gegen Chemie-Fans
In Lausen ist es am gestrigen Sonntag erneut zu gewalttätigen Übergriffen gegen Fans der BSG Chemie Leipzig gekommen. Eine Gruppe von 50 Neonazis, die sich aus Mitgliedern der „Freien Kräften Leipzig“, der Fanszene des 1. FC Lok Leipzig sowie Vertretern der „Metastasen“ des FC Sachsen Leipzig zusammensetzte, attackierte die Fans an der Straßenbahnendhaltestelle Lausen. Die Aggressoren riefen „Juden“, „Antifa – Ha ha ha“, „L-O-K“ und „Nur ein Leutzscher ist ein Deutscher“. Der Angriff ging äußerst brutal von statten. Als Waffen benutzten die Neonazis Baustellenschilder, Steine, Flaschen und pyrotechnische Erzeugnisse. Ein Chemie-Fan erlitt infolge von Steinwürfen Kopfverletzungen.
Redebeitrag der ag.doc zum 1. Mai 2009
Im Folgenden wird der Redebeitrag der ag.doc anlässlich der Demonstration „It works – Rassismus und Diskriminierung! …wie lange noch?“ am 1. Mai 2009 dokumentiert:
Leipzig, Jahnallee, 3. Januar 2009. Etwa 50 Vermummte attackieren eine Gruppe von Fans der BSG Chemie Leipzig. Die Angreifer gehen äußerst brutal vor, es gibt keine Zufälle. Einzelne Personen werden gezielt gejagt. Ein Chemie-Fan muss mit Verdacht auf Schädelbasisbruch ins Krankenhaus eingeliefert werden. Die Täter tragen Totenkopfsturmhauben und schreien „Töten, töten“ und „Ihr Drecksjuden“. Es geht längst nicht mehr um Fußball. Der Angriff ist unübersehbar politisch motiviert.
Aufruf zur Demonstration am 1. Mai 2009
Startpunkt: 13:00 Uhr – Connewitzer Kreuz (zum Südplatz)
Rassismus und Diskriminierung – ohne uns!
It works – Rassismus & Diskriminierung! …wie lange noch???
Für alle Menschen mit falschem Pass heißt es Mauern hoch rund um Europa. Flüchtlinge ertrinken im Meer, stehen vor den sechs Meter hohen Mauern oder werden von Grenzbeamten gejagt. Jene, die es schaffen, arbeiten meist ohne soziale Absicherung und werden skrupellos ausgebeutet. Dieses zumeist anonyme Leid wird hier meistens wortlos akzeptiert. Ursache hierfür sind auch rassistische und diskriminierende Einstellungsmuster, die von weiten Teilen der Bevölkerung geteilt werden. Offensichtliche und subtile Formen der Ausgrenzung von Migrant_innen durchsetzen die Gesellschaft. Seien es ungleiche Bildungschancen für Migrant_innen, rassistische Schmähungen in Fußballstadien oder der pöbelnde Fascho vorm Supermarkt, diese Facetten unserer Gesellschaft funktionieren tagtäglich nahezu einwandfrei, sei es an normalen Arbeitstagen oder am Tag der Arbeit.
Diskriminierung und Rassismus sind gesellschaftliche Phänomene, die ein gerechtes Zusammenleben aller Menschen verhindern. Ohne die alltägliche Reflexion und die fortwährende Thematisierung dieser Missstände ist eine Veränderung nicht möglich.
Den rassistischen und diskriminierenden Konsens aufdecken – auf allen Ebenen, mit allen Mitteln!
Red Star Supporters Club (RSSC)
AG.DOC
Pressemitteilung vom 20. April 2009
Richtigstellung/Stellungnahme: „BSG Chemie-Fans jagen FC Sachsen-Anhänger vom Platz“ bzw. „BSG Chemie-Fans jagen Eindringlinge vom Platz“ (LVZ Online vom 20. April 2009)
Fans der BSG Chemie Leipzig widersprechen einem Bericht von „LVZ Online“, wonach während der Kreisklasse-Partie zwischen Grün-Weiß Miltitz II und der BSG Chemie am gestrigen Sonntag eine Gruppe von etwa 20 Fans des FC Sachsen Leipzig vom Platz gejagt worden sei. Die Aggressionen richteten sich nicht etwa gegen Fans des Regionalligisten, sondern gegen bekannte Kader der „Freien Kräfte Leipzig“. Der Auftritt der gewaltaffinen Neonazis stellte für die Fans der BSG Chemie eine gezielte Provokation und Bedrohung dar. Wiederholte Hinweise seitens der Chemie-Fans, das Sportgelände zu verlassen, ignorierten die Provokateure.
Einen Kommentar schreiben