7. Mai 2009: NPD-Plakate und rechtsradikale Aufkleber am Fanprojekt
Unbekannte haben im Zeitraum zwischen dem 5. und 7. Mai 2009 am Fanprojekt der BSG Chemie in der Artur-Nagel-Straße mehrere NPD-Plakate mit Kabelbindern an Fenstergittern sowie Eingangstüren befestigt. Außerdem wurden zahlreiche Aufkleber der „Nationalen Sozialisten“ geklebt.
Wiederholt politisch motivierte Gewalt gegen Chemie-Fans
In Lausen ist es am gestrigen Sonntag erneut zu gewalttätigen Übergriffen gegen Fans der BSG Chemie Leipzig gekommen. Eine Gruppe von 50 Neonazis, die sich aus Mitgliedern der „Freien Kräften Leipzig“, der Fanszene des 1. FC Lok Leipzig sowie Vertretern der „Metastasen“ des FC Sachsen Leipzig zusammensetzte, attackierte die Fans an der Straßenbahnendhaltestelle Lausen. Die Aggressoren riefen „Juden“, „Antifa – Ha ha ha“, „L-O-K“ und „Nur ein Leutzscher ist ein Deutscher“. Der Angriff ging äußerst brutal von statten. Als Waffen benutzten die Neonazis Baustellenschilder, Steine, Flaschen und pyrotechnische Erzeugnisse. Ein Chemie-Fan erlitt infolge von Steinwürfen Kopfverletzungen.
3. Mai 2009: Erneute Provokationen & Angriff von Neonazis auf Fans der BSG Chemie Leipzig
Im Umfeld des Spiels der BSG Chemie Leipzig bei der SG Lausen II ist es am 3. Mai 2009 zu rechtsradikalen Provokationen und Übergriffen gekommen. Während der Partie fiel im Publikum eine Gruppe von 20 Neonazis, darunter mindestens ein Kader der „Freien Kräfte Leipzig“, durch rassistische Parolen und das Tragen der in rechtsradikalen Kreisen beliebten Kleidungsmarke „Thor Steinar“ auf. Auf der Anzeigetafel ließen sie eine „88“, den Code für „Heil Hitler“, erscheinen. Nach dem Spiel wartete eine weitere Gruppe von etwa 50 Neonazis an der Straßenbahnhaltestelle auf die Chemie-Fans und attackierte diese mit Baustellenschildern, Steinen, Flaschen und pyrotechnischen Erzeugnissen. Die Aggressoren, die dem rechtsradikalen Spektrum des 1. FC Lok Leipzig und des FC Sachsen Leipzig zuzuordnen waren, riefen während des Angriffs „Juden“, „Antifa – Ha ha ha“, „L-O-K“ und „Nur ein Leutzscher ist ein Deutscher“ (Weiteres in einer Pressemitteilung der ag.doc).
Redebeitrag der ag.doc zum 1. Mai 2009
Im Folgenden wird der Redebeitrag der ag.doc anlässlich der Demonstration „It works – Rassismus und Diskriminierung! …wie lange noch?“ am 1. Mai 2009 dokumentiert:
Leipzig, Jahnallee, 3. Januar 2009. Etwa 50 Vermummte attackieren eine Gruppe von Fans der BSG Chemie Leipzig. Die Angreifer gehen äußerst brutal vor, es gibt keine Zufälle. Einzelne Personen werden gezielt gejagt. Ein Chemie-Fan muss mit Verdacht auf Schädelbasisbruch ins Krankenhaus eingeliefert werden. Die Täter tragen Totenkopfsturmhauben und schreien „Töten, töten“ und „Ihr Drecksjuden“. Es geht längst nicht mehr um Fußball. Der Angriff ist unübersehbar politisch motiviert.
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